Kleinod im Land der tausend Seen

Unsere Kleinstadt Mirow ist anerkannter Erholungsort und nennt sich auch das "Tor zum Müritz-Nationalpark". Sie liegt südlich des Mirower Sees, an den sich unendlich viele Seen aneinanderreihen bzw. miteinander verbunden sind.
Aus dem slawischen rührt der Name Mirow her und bedeutet so viel wie Ort des Friedens, Ort der Ruhe.
Die geschichtlichen Wurzeln unserer Stadt gehen auf eine Niederlassung des Johanniterordens zurück, der im Jahre 1226 60 Hufen Land vom Fürst Heinrich Borwin II. geschenkt bekam.
Etwa 1242 hatte sich die Niederlassung zur Komturei entwickelt und vergrößerte sich über die Jahrhunderte stätig. Nach Einflußnahme mecklenburgischer Herzöge, dem Ableben des letzten Komtur, wurde die Komturei nur noch von evangelischer Administratur verwaltet, 1648 säkularisiert, erst dem Herzogtum Schwerin und dann dem der von Mecklenburg-Strelitz zugesprochen. Danach wurde das Komtureihaus auf der Mirower Insel immer wieder als fürstlicher Wohnsitz genutzt.
Ein Feuer zerstörte den Fachwerkbau und wurde 1752 als neuer Schlosskomplex im Barockstil errichtet.
Mitte des 18.Jh. ließ die fürstliche Hofhaltung in Mirow allmählich nach und hatte seitdem nur zu Beisetzungen fürstlicher Herrscher in der Fürstengruft Bedeutung.
In dem 1735 bis 1737 außerhalb des alten Burgbezirks errichteten Nebenschloss (dem so genannten `Unteren Schloss`), das nach Umbauten in den 1760er Jahren zunächst unvollendet geblieben war, wurde 1820 das Großherzogliche Lehrerseminar von Mecklenburg-Strelitz eröffnet, welches bis in die 1920er Jahr hinein knapp 800 Volksschullehrer ausbildete.
Der Ort Mirow selbst behielt lange den Status eines Marktfleckens, eines Dorfes mit bestimmten Sonderprivilegien jedoch ohne kommunale Selbstverwaltung. Deshalb fehlen in Mirow auch typisch städtische Baulichkeiten aus alter Zeit, etwa ein geräumiger Marktplatz oder ein repräsentatives Rathaus. Erst nach Ende der Monarchie, als man den Gemeindetyp Flecken abschaffte, erhielt Mirow 1919 das Stadtrecht. Die Innenstadt wurde im Rahmen der Städtebauförderung seit 1991 gründlich saniert.

Die Schlossinsel Mirow,

im 18. Jahrhundert eine Nebenresidenz der Herzöge zu Mecklenburg-Strelitz.
Das Schloss besteht im Kern aus Teilen des Vorgängerbaus von 1708, der bei dem Brand 1742 partiell zerstört wurde. Der barocke Festsaal stammt von 1710. Das heutige Schloss wurde von 1749 bis 1751 im Auftrag Adolf Friedrich III. nach Plänen von Christoph Julius Löwe erbaut. Das Kavaliershaus für den Hofstaat von 1756 bis 1760 ist ein spätbarocker Bau.

 

 

 Die Schlosskirche (Johanniterkirche)
Teilweise noch aus dem 14. Jahrhundert – war ursprünglich ein backsteingotischer Saalbau, der im Laufe der Jahrhundert erweitert und umgebaut wurde; mit Fürstengruft von 1708 und barockem Turmaufsatz. Die Barockeinrichtung entstand nach dem großen Brand von 1742; sie wurde 1945 weitgehend vernichtet. Der Turm wurde 1993 wiederhergestellt.

 

 

 

 

 

Auf der Liebesinsel
befindet sich das Grabmal des letzten Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz, Adolf Friedrich VI. (1882–1918), der Selbstmord beging.

 

 

 

 

Das Torhaus von 1588 (Renaissance) ist Teil der ehemaligen Befestigungsanlage.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Untere Schloss unweit des Torhauses, ein Barockbau von 1735, wurde später überformt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Wasserwanderrastplatz Rotdornstraße und das große Fachwerkhaus.